Bei der Einrichtung eines Schiffsdecks oder Pontons steht Sicherheit an erster Stelle. Gleichzeitig ändert sich die Ladung in der Praxis regelmäßig. Auf der einen Fahrt stehen Container an Deck, auf der nächsten werden Maschinen oder große Bauteile transportiert, die speziell für ein Projekt gebaut wurden. Das erfordert ein Deck, das sich der Praxis anpasst. Eine Bodenplatte bietet hierfür eine praktische Lösung. Sie wird an das Deck geschweißt und bildet eine feste Basis, auf der, je nach Situation, ein Twistlock oder eine Zurröse angebracht werden kann. So bleibt das Deck für verschiedene Anwendungen geeignet, ohne dass es jedes Mal angepasst werden muss.
So werden Container weltweit gesichert
Beim Containertransport auf See wird ein Container mit einem Twistlock mechanisch am Deck verriegelt. Dieser greift in die Containerecken, die sogenannten Corner Castings. Diese Eckbeschläge sind weltweit gemäß ISO 1161 standardisiert, wodurch Container und Twistlocks überall auf der Welt auf dieselbe Weise zusammenpassen. Das Handhaben, Stapeln und Sichern von Containern ist in der ISO 3874 beschrieben. Diese Norm gibt Richtlinien für den sicheren Umgang mit und die Sicherung von Containern vor, einschließlich des Einsatzes von Twistlocks.
Für das Sichern von Containern an Bord gelten zudem Richtlinien aus dem IMO Code of Safe Practice for Cargo Stowage and Securing (CSS Code). Darin ist beschrieben, wie Container während des Seetransports sicher gestaut und gesichert werden müssen. Ein Twistlock verhindert, dass ein Container innerhalb der Belastungen, für die das System ausgelegt ist, verrutscht oder sich löst. Die durch die Bewegung des Schiffs entstehenden Kräfte werden über den Twistlock und die Bodenplatte auf die darunterliegende Konstruktion übertragen.
Ladung sichern, wenn keine Container transportiert werden
Nicht jede Fahrt besteht aus Containern. Manchmal werden Maschinen, Stahlkonstruktionen oder andere große Bauteile transportiert, die nicht in einen Standardcontainer passen. In diesem Fall kann auf derselben Bodenplatte eine Zurröse angebracht werden. Die Zurröse dient dann als Ankerpunkt für Zurrstangen oder Ketten. Durch das Anspannen wird die Ladung gesichert. Die während des Seegangs entstehenden Kräfte werden über die Zurröse an das Deck abgeleitet. Nach Gebrauch lässt sich die Zurröse einfach entfernen. Die feste Basis bleibt bestehen, während das Deck frei von hervorstehenden Teilen bleibt, wenn diese nicht benötigt werden.
Breech Base Bodenplatte DF-66
Bodenplatte DF-31
Die Bodenplatte als feste Basis
Die Bodenplatte wird Teil der stählernen Deckkonstruktion. Sie bildet den festen Befestigungspunkt, auf dem je nach Situation die passende Komponente angebracht wird: ein Twistlock zum Sichern von Containern oder eine Zurröse für andere Ladung. Es sind verschiedene Ausführungen erhältlich. Bei manchen Modellen wird der Twistlock oder die Zurröse seitlich eingeschoben, bei anderen Varianten von oben eingesetzt. Die Wahl hängt vom verfügbaren Platz an Deck und der Arbeitsweise ab.
Das Prinzip bleibt dasselbe: Eine feste, geschweißte Basis macht es möglich, schnell zwischen Containertransport und anderen Ladungsarten zu wechseln.
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Flexibel und zukunftsgerichtet einrichten
Durch den Einsatz von Bodenplatten bleibt ein Deck vielseitig nutzbar. Es stehen keine festen Hindernisse im Weg, wenn sie nicht gebraucht werden, während gleichzeitig immer ein zuverlässiger Befestigungspunkt zur Verfügung steht, sobald die Situation es erfordert. Für Reeder und Betreiber bedeutet das, dass eine konstruktive Entscheidung mehrere Anwendungen unterstützt: heute Container, morgen Sonderladung.










